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VIDC

Mali: Perspektiven für den politischen Wiederaufbau

Donnerstag | 21. März 2013 | 19.00 Uhr |

Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog | Armbrustergasse 15 | 1190 Wien

copyright: Cavalli Sipa

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Diskussionsveranstaltung mit:

 

Ismaël Sory Maïga | Mali | Directeur des Centre d’Etudes des Langues et Civilisations Africaines

 

Stephane Gompertz | Botschafter der Republik Frankreich in Österreich

 

Moussa ag Assarid | Mali | Vertreter der Tuareg-Organisation MNLA

 

Moderation: Marie-Roger Biloa | Kamerun | Herausgeberin ‚Afrika International’ | Paris

 

In Zusammenarbeit mit Bruno Kreisky Forum und der Landesverteidigungsakademie

 

Die Diskussion findet in französischer Sprache mit deutscher Simultandolmetschung statt!

 

Hintergrund:

Vor einem Jahr hat ein Staatsstreich der Armee zwanzig Jahre demokratischer Entwicklung in Mali beendet. Das entstandene Regierungsmachtvakuum haben Gruppen im Norden benutzt, um Forderungen nach Autonomie umzusetzen. Ein eigener Tuaregstaat, Azawad, wurde ausgerufen. Islamistische Gruppen, insbesondere Al Qaida im Maghreb (AQIM) und Ansar Dine, haben in der Folge ihrerseits im Norden die Macht übernommen und ein von den meisten Menschen in Mali abgelehntes Sharia-Regime eingeführt. Als bewaffnete Islamisten  versuchten, auch den Süden Malis anzugreifen, bat die Übergangsregierung in Bamako die ehemalige Kolonialmacht Frankreich um Unterstützung.

 

Durch die Militärintervention wurden die Islamisten aus den größeren Städten zurückgedrängt. Die komplexen Ursachen dieses Konfliktes bleiben  allerdings ungelöst. Wie kann eine für ganz Mali funktionierende Regierung eingerichtet werden, die auch das Vertrauen der Bevölkerung genießt? Wie kann ein Ausgleich mit den Forderungen der Tuareg und anderer Volksgruppen im Norden gefunden werden? Wie können für die Jugend Perspektiven eröffnet und damit der Nährboden für die Dschihadisten entzogen werden? Lässt sich durch die  EU-Militärmission  - an der sich auch Österreich beteiligt -  die malische Armee wieder aufbauen,  damit sie ihre Schutzfunktion erfüllt? Bräuchte es nicht eine andere Friedensmission, die die vielfältige lokale und politische und Dialogkultur des Landes wieder stärkt? Welchen Beitrag kann die Zivilgesellschaft leisten?

 

ReferentInnen

 

Marie-Roger Biloa ist Herausgeberin des in Paris erscheinenden politischen Magazins „Africa International“ und CEO der Africa International Media Group. Sie wurde in Kamerun geboren und ist Journalistin. Sie hat in Kamerun und in Gabun erfolgreich zwei Magazine gegründet. Frau Biloa ist Präsidentin des „Club Millenium“ in Paris, ein Afrika Think Tank und Netzwerk-Zentrum für Führungspersonen. Sie ist regelmäßig in TV Diskussionen in Europa und Afrika zu Gast.

 

Ismaël Sory Maïga,  Professor für Soziologie und Linguistik, ist Direktor von GEPELA (Groupe d'études pour la promotion et l'enseignement des langues et civilisations africaines de l'Université Paris-VIII Saint-Denis) und Mitglied des „Conservatoire des Arts et Metiérs Multiédia Balla Fasseké Kouyaté“ in  Bamako, Mali.

 

Moussa ag Assarid ist Schriftsteller, Journalist und Komödiant. Er ist Sprecher der MNLA (Mouvement National de Libération de l’Azawad) in Europa. Moussa ag Assarid wurde 1975 zwischen Timbuktu und Gao geboren. Mit dreizehn Jahren begeisterte ihn die Geschichte „Der kleine Prinz“ von Saint Exupéry so sehr, dass er beschloss, Lesen zu lernen. Nach Schule und Studium in Bamako ging er 1999 nach Frankreich, um in Angers und Montpellier Management zu studieren. Sein Interesse galt aber immer der Literatur. Bislang sind drei Bücher von Moussa Ag Assarid erschienen, u.a. „Y a pas que du sable dans le désert!“ (Press de la Renaissance, 2011). Assarid spielte in verschiedenen französischen TV Serien mit.

 

Stephane Gompertz ist seit 2012 Botschafter der Republik Frankreich in Österreich. Zuvor  war er Leiter der Sektion Afrika und Indischer Ozean im französischen Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten (2009-2012), Botschafter in Äthiopien (2004-2008) und Leiter der Abteilung Nordafrika und Mittlerer Osten (1996-1999). Der Absolvent der französischen Verwaltungshochschule „Ecole Nationale d’Administration“ (ENA) ist auch Professor der klassischen Literatur und Bachelorabsolvent der Germanistik.

 

Hintergrund: Vor einem Jahr hat ein Staatsstreich der Armee zwanzig Jahre demokratischer Entwicklung in Mali beendet. Das entstandene Regierungsmachtvakuum haben Gruppen im Norden benutzt, um Forderungen nach Autonomie umzusetzen. Ein eigener Tuaregstaat, Azawad, wurde ausgerufen. Islamistische Gruppen, insbesondere Al Qaida im Maghreb (AQIM) und Ansar Dine, haben in der Folge ihrerseits im Norden die Macht übernommen und ein von den meisten Menschen in Mali abgelehntes Sharia-Regime eingeführt. Als bewaffnete Islamisten  versuchten, auch den Süden Malis anzugreifen, bat die Übergangsregierung in Bamako die ehemalige Kolonialmacht Frankreich um Unterstützung.

Durch die Militärintervention wurden die Islamisten aus den größeren Städten zurückgedrängt. Die komplexen Ursachen dieses Konfliktes bleiben  allerdings ungelöst. Wie kann eine für ganz Mali funktionierende Regierung eingerichtet werden, die auch das Vertrauen der Bevölkerung genießt? Wie kann ein Ausgleich mit den Forderungen der Tuareg und anderer Volksgruppen im Norden gefunden werden? Wie können für die Jugend Perspektiven eröffnet und damit der Nährboden für die Dschihadisten entzogen werden? Lässt sich durch die  EU-Militärmission  - an der sich auch Österreich beteiligt -  die malische Armee wieder aufbauen,  damit sie ihre Schutzfunktion erfüllt? Bräuchte es nicht eine andere Friedensmission, die die vielfältige lokale und politische und Dialogkultur des Landes wieder stärkt? Welchen Beitrag kann die Zivilgesellschaft leisten?


ReferentInnen

Marie-Roger Biloa ist Herausgeberin des in Paris erscheinenden politischen Magazins „Africa International“ und CEO der Africa International Media Group. Sie wurde in Kamerun geboren und ist Journalistin. Sie hat in Kamerun und in Gabun erfolgreich zwei Magazine gegründet. Frau Biloa ist Präsidentin des „Club Millenium“ in Paris, ein Afrika Think Tank und Netzwerk-Zentrum für Führungspersonen. Sie ist regelmäßig in TV Diskussionen in Europa und Afrika zu Gast.

Ismaël Sory Maïga,  Professor für Soziologie und Linguistik, Direktor von GEPELA (Groupe d'études pour la promotion et l'enseignement des langues et civilisations africaines de l'Université Paris-VIII Saint-Denis) und ist Mitglied des „Conservatoire des Arts et Metiérs Multiédia Balla Fasseké Kouyaté“ in  Bamako, Mali.

Moussa ag Assarid ist Schriftsteller, Journalist und Komödiant. Er ist Sprecher der MNLA (Mouvement National de Libération de l’Azawad) in Europa. Moussa ag Assarid wurde 1975 zwischen Timbuktu und Gao geboren. Mit dreizehn Jahren begeisterte ihn die Geschichte „Der kleine Prinz“ von Saint Exupéry so sehr, dass er beschloss, Lesen zu lernen. Nach Schule und Studium in Bamako ging er 1999 nach Frankreich, um in Angers und Montpellier Management zu studieren. Sein Interesse galt aber immer der Literatur. Bislang sind drei Bücher von Moussa Ag Assarid erschienen, u.a. „Y a pas que du sable dans le désert!“ (Press de la Renaissance, 2011). Assarid spielte in verschiedenen französischen TV Serien mit.

Stephane Gompertz ist seit 2012 Botschafter der Republik Frankreich in Österreich. Zuvor  war er Leiter der Sektion Afrika und Indischer Ozean im französischen Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten (2009-2012), Botschafter in Äthiopien (2004-2008) und Leiter der Abteilung Nordafrika und Mittlerer Osten (1996-1999). Der Absolvent der französischen Verwaltungshochschule „Ecole Nationale d’Administration“ (ENA) ist auch Professor der klassischen Literatur und Bachelorabsolvent der Germanistik.Hintergrund: Vor einem Jahr hat ein Staatsstreich der Armee zwanzig Jahre demokratischer Entwicklung in Mali beendet. Das entstandene Regierungsmachtvakuum haben Gruppen im Norden benutzt, um Forderungen nach Autonomie umzusetzen. Ein eigener Tuaregstaat, Azawad, wurde ausgerufen. Islamistische Gruppen, insbesondere Al Qaida im Maghreb (AQIM) und Ansar Dine, haben in der Folge ihrerseits im Norden die Macht übernommen und ein von den meisten Menschen in Mali abgelehntes Sharia-Regime eingeführt. Als bewaffnete Islamisten  versuchten, auch den Süden Malis anzugreifen, bat die

 Übergangsregierung in Bamako die ehemalige Kolonialmacht Frankreich um Unterstützung.

Durch die Militärintervention wurden die Islamisten aus den größeren Städten zurückgedrängt. Die komplexen Ursachen dieses Konfliktes bleiben  allerdings ungelöst. Wie kann eine für ganz Mali funktionierende Regierung eingerichtet werden, die auch das Vertrauen der Bevölkerung genießt? Wie kann ein Ausgleich mit den Forderungen der Tuareg und anderer Volksgruppen im Norden gefunden werden? Wie können für die Jugend Perspektiven eröffnet und damit der Nährboden für die Dschihadisten entzogen werden? Lässt sich durch die  EU-Militärmission  - an der sich auch Österreich beteiligt -  die malische Armee wieder aufbauen,  damit sie ihre Schutzfunktion erfüllt? Bräuchte es nicht eine andere Friedensmission, die die vielfältige lokale und politische und Dialogkultur des Landes wieder stärkt? Welchen Beitrag kann die Zivilgesellschaft leisten?


ReferentInnen

Marie-Roger Biloa ist Herausgeberin des in Paris erscheinenden politischen Magazins „Africa International“ und CEO der Africa International Media Group. Sie wurde in Kamerun geboren und ist Journalistin. Sie hat in Kamerun und in Gabun erfolgreich zwei Magazine gegründet. Frau Biloa ist Präsidentin des „Club Millenium“ in Paris, ein Afrika Think Tank und Netzwerk-Zentrum für Führungspersonen. Sie ist regelmäßig in TV Diskussionen in Europa und Afrika zu Gast.

Ismaël Sory Maïga,  Professor für Soziologie und Linguistik, Direktor von GEPELA (Groupe d'études pour la promotion et l'enseignement des langues et civilisations africaines de l'Université Paris-VIII Saint-Denis) und ist Mitglied des „Conservatoire des Arts et Metiérs Multiédia Balla Fasseké Kouyaté“ in  Bamako, Mali.

Moussa ag Assarid ist Schriftsteller, Journalist und Komödiant. Er ist Sprecher der MNLA (Mouvement National de Libération de l’Azawad) in Europa. Moussa ag Assarid wurde 1975 zwischen Timbuktu und Gao geboren. Mit dreizehn Jahren begeisterte ihn die Geschichte „Der kleine Prinz“ von Saint Exupéry so sehr, dass er beschloss, Lesen zu lernen. Nach Schule und Studium in Bamako ging er 1999 nach Frankreich, um in Angers und Montpellier Management zu studieren. Sein Interesse galt aber immer der Literatur. Bislang sind drei Bücher von Moussa Ag Assarid erschienen, u.a. „Y a pas que du sable dans le désert!“ (Press de la Renaissance, 2011). Assarid spielte in verschiedenen französischen TV Serien mit.

Stephane Gompertz ist seit 2012 Botschafter der Republik Frankreich in Österreich. Zuvor  war er Leiter der Sektion Afrika und Indischer Ozean im französischen Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten (2009-2012), Botschafter in Äthiopien (2004-2008) und Leiter der Abteilung Nordafrika und Mittlerer Osten (1996-1999). Der Absolvent der französischen Verwaltungshochschule „Ecole Nationale d’Administration“ (ENA) ist auch Professor der klassischen Literatur und Bachelorabsolvent der Germanistik.Moussa ag Assarid

 

Moderation: Marie-Roger Biloa | Kamerun | Herausgeberin ‚Afrika International’ | Paris

 

In Zusammenarbeit mit Bruno Kreisky Forum und der Landesverteidigungs-akademie

 

| Mali | Vertreter der Tuareg-Organisation MNLA



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