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VIDC

(Um)Steuern! Steuerbetrug, Geldwäsche und Korruption

Dienstag | 4. Juni 2013 | 19.00 - 21.00

AK Bildungszentrum (Großer Saal) | Theresianumgasse 16-18 | 1040 Wien

(c) Patrizia Gapp


Den Kurzbericht zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 

Die Dokumentation zur Veranstaltung finden Sie hier.

Die Präsentation von James Henry finden Sie hier.

Die Präsentation von Brigitte Unger finden Sie hier.

Die Präsentation von Gubad Ibadoglu finden Sie hier.

 

Die Fotogalerie zur Veranstaltung finden Sie hier.

Die Videodokumentation finden Sie hier.

 

Medienberichte:

"Auch US-Steuerdeal hat Lücken", Wiener Zeitung, 4.6.2013 (Link).

"Gewitterwolken über den Steueroasen", EU-Infothek, 5.6.2013 (Link).

"Fair taxation for a prosperous state", FM4 "Reality Check", 5.6.2013 (Link).

 

 

 

Begrüßung:

Otto Farny | AK Wien

 

Moderation:

Martina Neuwirth | VIDC-Wiener Institut

 

Es diskutieren:

Brigitte Unger | Utrecht University School of Economics, WSI Wirtschafts-und Sozialwissenschaftliches Institut (Düsseldorf)
James Henry | International Tax Justice Network (New York)
Gubad Ibadoglu | Azerbaijan State Economic University, Economic Research Centre (Baku)

 


Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt (Simultandolmetschung deutsch/englisch).

Bitte um Anmeldung an hochauer-kpoda(at)vidc.org.


Hintergrund

Vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise fehlen den öffentlichen Haushalten die Mittel – auch in Europa. Die Verschuldung steigt weltweit an, das Problem der Überschuldung hat die globalen Finanzzentren längst erreicht. Gleichzeitig liegen 21 bis 32 Billionen USD an privatem Finanzvermögen in Offshore-Zentren. Davon stammen 7 bis 10 Billionen USD aus sog. Entwicklungsländern. Der Großteil dieses Kapitals dürfte nicht besteuert worden sein. Steuerbetrug, Geldwäsche und Korruption sind oft eng miteinander verbunden. Regierungen im Norden und Süden verlieren dadurch dringend benötigte Einnahmen. Egal ob SteuerhinterzieherInnen, KleptokratInnen oder DrogenhändlerInnen - die Mittel und Wege, Vermögen zu verbergen, sind oftmals dieselben. Unterstützung bieten Schattenfinanzplätze (unter ihnen auch westliche Länder) sowie ein globales Netzwerk an Steuerberatungsfirmen, AnwältInnen und Dienstleistungsunternehmen für Gesellschaften, Trusts etc.

Doch die Zeiten ändern sich. Steuer- und Justizbehörden bekämpfen Steuerhinterziehung und Korruption mit größerer Härte. Die G-20 und die OECD unterstützen den automatischen Informationsaustausch von Steuerdaten. Die Europäische Kommission will strengere Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche. Und Österreich könnte (zumindest teilweise) sein strenges Bankgeheimnis aufgeben.

Sind das alles bloß Lippenbekenntnisse, um besorgte SteuerzahlerInnen (und WählerInnen) zu beruhigen? Oder wird tatsächlich umgesteuert?


ReferentInnen

Brigitte Unger ist Direktorin des WSI Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans Böckler Stiftung (Deutschland) und Universitätsprofessorin für Public Sector Economics (Finanzwissenschaft) an der Utrecht University School of Economics. Brigitte Unger publiziert u.a. zu den Themen Korporatismus, Wirtschaftspolitik, Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Ihr letztes Buch, das "Research Handbook on Money Laundering" erschien 2013. Sie ist Beraterin niederländischer Ministerien, der UNO und Mitglied von Arbeitsgruppen und Task Force Gruppen in der EU und bei EUROSTAT zu Geldwäschefragen.

James Henry ist Autor der weltweit zitierten Studie “Price of Offshore Revisited” (2012) des Tax Justice Networks. Der Ökonom, Jurist und investigative Journalist war Chief Economist bei McKinsey & Co. James Henry verfasste zahlreiche Artikel für die New York Times, das Wall Street Journal, The Nation u.a. sowie mehrere Bücher über die globale Schattenwirtschaft, darunter “The Blood Bankers” (2003) und “Pirate Bankers” (2006). Er arbeitete auch zur Verbindung zwischen Verschuldung und Schattenwirtschaft. Sein Essay über die Entschuldung sog. Entwicklungsländer, „The Mythology of Debt Relief“, wurde im Band von Steve Hiatt, „A Game As Old As Empire” (2007) veröffentlicht.

Gubad Ibadoglu ist Ökonomie-Dozent an der Azerbaijan State Economic University und Senior Analyst am Economic Research Centre in Baku. Er arbeitet und publiziert vor allem zu Themen der öffentlichen Finanzen, insbesondere zu Fragen der Verwaltung von Energie- und Öleinnahmen in Aserbaidschan und im Südkaukasus. Gubad Ibadoglu ist Mitglied des Internationalen Vorstands der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI). Auf nationaler und regionaler Ebene gehört er der National Budget Group und dem Black Sea NGO Forum an.


Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Arbeiterkammer Wien statt.



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